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Jo Clahsen

04.01.2018

Unterwegs und doch daheim

Foto: Dirk Ellenbeck

Mit dem Wohnmobil ist man in der ganzen Welt unterwegs. Und hat sein Heim immer dabei. Da fehlt nur noch der digitale Luxus von zu Hause. Vodafone hat es mit einem Adria Teilintegrierten vorgemacht.

Doch, es gibt sie noch. Campingplätze, die für den Zugang zum WLAN-Netz bis zu zehn Euro verlangen. Da aber nicht überall genug Repeater aufgestellt sind, muss man häufig noch den Stellplatz verlassen, um in den „Genuss“ zu kommen. Das nervt.

Dirk Ellenbeck hat etwas ganz anderes genervt. Er war mit der Familie in einer Pension. Die Nacht war kurz, weil bis in die frühen Morgenstunden laut gefeiert wurde. Als er dann mit Familie missmutig zum Frühstück kam, wunderten sich alle über ein bestens gelauntes Paar am Nebentisch. Wie sich im Gespräch herausstellte, hatten sie in ihrem Wohnmobil übernachtet und von dem Krawall nichts mitbekommen.

Die Entscheidung pro Wohnmobil fiel Ruckzuck

Ruckzuck fiel die Entscheidung, sich auch ein mobiles Heim zuzulegen. Und da kam dann die nächste Herausforderung. Wie soll man sich den gewohnten Digital-Luxus von zu Hause auf die Straße bringen? Dirk Ellenbeck hat den großen Vorteil, in der Presseabteilung vom Mobilfunkanbieter Vodafone zu arbeiten. Der schnellste LTE-Dienst war deshalb kein Problem. Aber er wollte mehr. Mehr noch, als Vodafone aus eigenem Haus anbieten konnte.

Im Portfolio von Vodafone stand mit dem GigaCube ein Tool zur Verfügung, das ein Datenvolumen von 50 GB bietet. Etwa so groß wie ein XL-Softdrinkbecher, schlicht weiß gestaltet, einfach durch Plug-&-Play zu installieren, sobald ein Stromnetz zur Verfügung steht. Mehr als 10 Gadgets können so online gehen, unabhängig von Ort und Zeit, deutschlandweit.

Es hupt, bevor es kracht

Da geht noch mehr, dachten sich die Vodafone-Leute. Sie suchten nach weiteren Firmen, die Hightech für das Wohnmobil anbieten. Alpine etwa, stellte das Navigationssystem zur Verfügung, inklusive entsprechender Wohnmobil-Software, um nicht mit dem ausladenden Camper in kleinsten Stadtgassen verkeilt zu enden. Durch die Smartphone-Schnittstelle sind die Camper auch immer mit ihren Apps im Bilde und können sie über das 9-Zoll-Display nutzen und abrufen. Angekommen auf dem Stellplatz oder Campingplatz, sorgt der Vodafone Cobra Parkmaster mit Ultraschallsensoren dafür, dass es hupt, bevor es kracht. Und Camper Plus, ein Luftkissen-System von Flat Jack nivelliert das Wohnmobil, statt die Camper zu wilden Aktionen mit Gebrüll aus dem offenen Fenster zu nötigen.

Kaffeemaschine mit Solarstrom bedienen

Da es bei so viel Stromverbrauchern an Bord ohne Netzleitung schnell duster werden würde, ist noch eine Solar-Anlage mit 300 W Leistung von Phaesun inklusive speziellem Regler von Votronic, der aus dem letzten Sonnenstrahl Energie gewinnt, verbaut. Damit lässt sich nicht nur die Nubo Cam Überwchungskamera mit WLAN und LTE von EagleEye Networks fernab von Steckdosen betreiben, sondern auch der Fernseher und wenn man will sogar mit einem passenden Wechselrichter von Votronic die Kaffeemaschine.

Via Bluetooth oder Mobilfunk für Wohlfühltemperatur sorgen

Über die Truma iNext Box steuert der Vodafone-Mann wie ich es sich für einen Gadget-Freund gehört per Bluetooth (oder unterwegs via Mobilfunk) die Klimaanlage und die Heizung. So kann es, wie im Falls der Familie Ellenbeck, auch der mitreisende Hund im wohltemperierten Wohnmobil aushalten.

Gegen das mulmige Gefühl eines möglichen Einbruchs oder gar Diebstahlversuches bietet Vodafone mit dem Cobra Can Bus 4627 eine schrille Alarmoption. Mehr noch: Aufgepimpt mit dem Cobara Connex Guardian Ortungssystem ist im System auch eine SIM-Karte verbaut, über die die Besitzer via Push-Nachricht auf dem Smartphone verständigt werden, wenn sich jemand am rollenden SmartHome zu schaffen macht. Denn alle Türen und Zugänge sind mit Sensoren versehen. Zur weiteren Sicherheit trägt jeder Besitzer seine Driver Card mit sich. Die funktioniert wie ein Ausweis, entschärft den Alarm sobald die regulären Besitzer sich dem Fahrzeug nähern. Und sie hebt die Wegfahrsperre auf.

Safety digital

Natürlich gibt es keine 100-prozentige Sicherheit, aber als Wohnmobilfahrer kann man es Dieben schon sehr schwer machen. Die Digital-Qualitäten sind indes nicht von der Hand zu weisen. Eigenes WLAN mit ordentlich Speed ist ohnehin ein Must-Have. Features, die beim rückwärtigen Einparken der langen Fahrzeuge helfen, sind auch nicht von der Hand zu weisen. Praktisch ist da die Twin-Kamera von Caratec, die beim normalen Fahren auf dem Spiegelmonitor den Verkehr hinter der Fahrzeug und beim Einparken den Bereich rund um die hinterer Stoßstange zeigt. Zumal, wo eine aufwändige Reparatur wesentlich teurer zu stehen kommt, als die Installation von Hard- und Software.

Fahrassistenten

Um auch im Straßenverkehr sicherer unterwegs zu sein, wurde das Fahrassistenzsystem von MobilEye verbaut. Das scannt über eine Kamera den Verkehr und die Umgebung und warnt auf einem kleinen Display und mit vernehmlichem Piepsen vor möglichen Kollisionen mit Fahrzeugen und Fußgängern ebenso, wie beim unbeabsichtigten Verlassen der Fahrspur und beim Überschreiten der zulässigen Geschwindigkeit. 

Aus dem Adria Teilintegrierten ist zwischenzeitlich ein PR-Mobil geworden. Und Dirk Ellenbeck und Familie sind oft mit ihrem Hightech-Wohnmobil unterwegs. Mit einem Gefühl von Sicherheit. Und mit den digitalen Features, die man von zu Hause kennt. 

Übrigens: da der Pressesprecher zwar mit Worten, nicht aber mit Lötkolben umzugehen weiss, hat er den Einbau von echten Profis machen lassen. Stüven CarHifi ist bundesweit gefragter Spezialist für Alarmanlagen und GNS Reisemobiltechnik der Experte für autarke Fahrzeuge.

Links:
Truma iNet System 
Alpine 
Flat-Jack Reifenkissen 
Caratec Spiegelmonitor 
MobilEye 
Einparkhilfen 
Nubo Cam 
Solarpanel 
MPP-Regler 
Alarmanlage 
Ortungssystem 
Stüven CarHifi 
GNS Reisemobiltechnik 

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Jo Clahsen

„Jo“ lebt seit Jahrzehnten das Thema Auto. Dabei hat er nie die Fähigkeit zur Begeisterung verloren. Hauptsache, es geht voran. Auf der Rennstrecke, der kurvigen Landstraße, am Pass, auf der Autobahn. Am liebsten natürlich mit vielen Zylindern. Und entsprechendem Klang. Aber elektrisch findet er auch cool.